„Die Provinz braucht Querdenker.“

Dietmar-Maria „Dimitri“ Hegemann ist in Ostwestfalen aufgewachsen. 1978 kam er nach Berlin, wo er verschiedenen Tätigkeiten in der Kunst- und Kulturszene nachging. Unter anderem organisierte er die Berlin Atonal Festivals, gründete das DaDa Lokal FischBüro und das Plattenlabel Interfisch Records und inszenierte Clubs und Restaurants, darunter den legendären Technoclub „Tresor“. 2012 rief Hegemann die „Happy Locals“ ins Leben, eine Agentur, die der Abwanderung der Jugend aus der Provinz entgegenwirken will.

Dimitri Hegemann (Foto: Marie Staggat)

Dimitri Hegemann (Foto © Marie Staggat)

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„In Berlin wäre es viel schwieriger.“

Lena Försch ist 24 Jahre alt, kommt aus der Nähe von Würzburg und studiert Rhetorik in Stuttgart. Vor allem aber spielt sie seit fast zehn Jahren Improvisationstheater („Impro“). Beim jährlichen Würzburger Improtheater-Festival kümmert sie sich neben der künstlerischen Ausrichtung auch um die Workshops, in denen sich Einsteiger und Fortgeschrittene bei Impro-Profis weiterbilden können. Die fränkische Provinz, findet sie, ist für so ein Festival der ideale Ort.

Lena Försch

Lena Försch, Improtheater-Spielerin aus Würzburg

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„Provinz bedeutet für mich Freiheit.“

Martina Bergmann ist 35 Jahre alt, Buchhändlerin und kommt aus Nordrhein-Westfalen. Studiert hat sie in Berlin, gearbeitet in Hamburg und München. Im ostwestfälischen Borgholzhausen hat sie in diesem Jahr ihren eigenen Verlag gegründet. Dort sollen vor allem Bücher erscheinen, die einen Bezug zur Region haben. Martina Bergmann über Gelassenheit, trockenen Humor und ihr „Kannstduhingehen“.

Martina Bergmann auf der Frankfurter Buchmesse. "Pium" - so nennen die Borgholzhausener ihre Heimatstadt.

Martina Bergmann auf der Frankfurter Buchmesse. „Pium“ – so nennen die Borgholzhausener ihre Heimatstadt.

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„Ich brauche kein blasiertes Publikum.“

Silvan Wagner ist 38 Jahre alt und Dozent für Germanistik an der Universität Bayreuth. In seiner Freizeit steht er aber auch mal als junger Troll Grendel auf der Bühne des Lichtenfelser Stadtschlosses. Nach seinem Studium in Wuppertal ist er in die oberfränkische Provinz zurückgekehrt – und will nie mehr weg. Silvan Wagner über „Provinz“ als Schimpfwort, einen kulturellen Abgrund und die Dankbarkeit des Publikums.

Silvan Wagner in seinem Garten in Ebneth

Silvan Wagner in seinem Garten in Ebneth

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